Ramadan

Diagnose: Natur-Defizit-Syndrom!

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Ait-Ben-Haddou (Marokko) 2016

(Ramadan-) Tipp 3: Verbringe Zeit im Grünen!

Mangelerscheinungen treten nicht nur bei fehlenden Nährstoffen auf, sie können auch bei mangelndem Natur-Kontakt auftauchen. Let’s be honest: Wann hast Du Dich das letzte Mal bewusst für einen Spaziergang ins Grüne entschieden? Und gehen wir sogar einen Schritt weiter: Wann warst Du das letzte Mal im Grünen – ohne Handy? Unser Ratschlag: Probiere es wieder aus. Begebe Dich ins Grüne! Lasse dabei sämtliche elektronische Geräte zuhause; nur Du und die Natur. So ermöglichst Du eine Wechselwirkung zwischen dem Selbst und der Natur!

Natur: Das große Bilderbuch, das der liebe Gott uns draußen aufgeschlagen hat.“
Joseph v. Eichendorf

Schaue richtig hin, lasse die Natur auf Dich wirken. Und bedenke: Nicht umsonst spricht Gott im Koran an etlichen Stellen davon, dass er in seiner Schöpfung und in all dem zwischen Himmel und Erde Zeichen für die (verständigen!) Menschen gesetzt hat. Wann hast Du Dich das letzte Mal von solch einem Zeichen gepackt gefühlt? Wann warst Du verständig? Wird wohl an der Zeit.

„Gewiss, die Erschaffung der Himmel und der Erde ist wahrlich größer als die Erschaffung der Menschen, die meisten Menschen wissen jedoch nicht.“
[Koran, 40:56]

Es mag schon verwundern, dass immer häufiger von der Entfremdung des Menschen von der Natur die Rede ist. Hierin scheint vorerst ein Paradox zu liegen, kann doch der Mensch sich niemals von der Natur ent-fremden, ist er doch stets Teil dieser. Es geht daher viel mehr um das fremd werden im Angesicht des Selbst zur Natur; es ist eine psychische Entfremdung. Dieser sollten wir in diesem Monat der Spiritualität und der Selbstreflektion entgegentreten. Es wird Zeit für Date mit der Natur!

„Wer die Natur betrachtet, wird vom Geheimnis des Lebens gefangen genommen.“
Albert Schweitzer.


Autor: greenukum

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Ein Kommentar zu „Diagnose: Natur-Defizit-Syndrom!

  1. Ich habe zu dem Thema noch einen schönen Artikel gefunden.
    Balsam für die Seele
    Robert Stine
    Das Leben in einer großen Stadt kann Gemüt, Verstand und Körper strapazieren. Die überfüllten Straßen, der Egoismus, die Reizüberflutung, der Alltagsstress, Beziehungen, Gesundheit, Geld, Familie, Freunde, Kollegen … können uns auf die Nerven gehen, wenn wir uns nicht täglich die Zeit nehmen, um unsere geistige Verfassung mit genügend Zeit in Gottes Wort und aufrichtigem Gebet aufzufrischen.
    Wir nehmen die Symptome von Müdigkeit, Erschöpfung und Stress oftmals erst wahr, wenn wir unserem Alltag entfliehen hin zu einem unberührten Fleckchen, wo wir uns zurückziehen und alles deutlicher sehen können.
    Nach 15 Jahren als Missionar und Lehrer in Tokio war mir nicht bewusst, wie sehr mich meine Umgebung beeinflusst hatte. Zu dieser Erkenntnis kam ich erst, als ich anfing wütend zu werden, wenn ich in Zügen gedrängt, angerempelt und geschubst wurde von eilenden und in sich selbst versunkenen Menschen.
    Fünfzehn Jahre täglicher Zugfahrten sind eine nervenaufreibende Erfahrung, immer überfüllte Züge, Menschen drängen und zwängen sich in die Abteile, bis du dich wie die sprichwörtliche Sardine in der Dose, keinen Millimeter mehr bewegen kannst.
    Ich las zwar jeden Morgen Gottes Wort und nahm mir Zeit für Gebet, aber trotzdem laugte mich die Stadt aus. Erst ein Ortswechsel und eine neue Arbeitsstelle machten mir dies bewusst.
    Ich zog auf eine kleine tropische Insel, die zu Okinawa gehört, 2000 Kilometer von Tokio entfernt. Schon kurz nach der Landung fühlte ich die Kraft der Natur, der Schöpfung und des Meeres, der Berge, des Klimas und der freundlichen Einheimischen.
    Ich verbrachte viel Zeit an Stränden und in Parks und fühlte die heilende Kraft der Farben und Wellen, den Frieden und die Abwesenheit von Beton, Autos, Menschen und Lärm. Es dauerte ein paar Monate, aber ich bemerkte die Veränderung. Ich nahm mir mehr Zeit, überlegte länger, bevor ich eine Antwort gab, war aufrichtiger in meinen Beziehungen und generell viel glücklicher.
    Große, laute, schnelllebige, überfüllte Städte können einen größeren Einfluss auf unsere Seele ausüben als uns bewusst ist. Gottes Schöpfung besitzt wunderbare heilende Kräfte für unsere Seele. Allein dafür sollte man sich gelegentlich zurückziehen und die Einfachheit eines Sonnenuntergangs, der Bäume, Blumen, Flüsse, Seen, Berge und Meere genießen. Lasst uns die herrliche Luft einatmen, dabei entspannen, spazieren gehen, die friedliche Umgebung genießen und der Stimme Gottes erlauben, zu uns zu flüstern und unseren Geist wiederherzustellen.

    http://activated-europe.com/de/balsam-fuer-die-seele/

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